Zimmer frei!
Was aus einem ehemaligen Kinderzimmer alles entstehen kann

Plötzlich ist es so weit: Das Kind ist ausgezogen. Das Zimmer, das früher mit Postern, Kuscheltieren und Schulsachen gefüllt war, steht leer. Für viele ist dieser Moment emotional – und zugleich eine wunderbare Gelegenheit, das Zuhause neu zu denken.
Denn aus einem ehemaligen Kinderzimmer kann ein völlig neuer Lieblingsraum entstehen: ein Hobbyraum, ein Gästezimmer, ein Homeoffice oder ein Rückzugsort für Ruhe und Kreativität. Mit frischen Farben, passenden Bodenbelägen und neuen Textilien lässt sich aus der Vergangenheit etwas ganz Neues schaffen.
Zwischen Nostalgie und Neuanfang
Bevor die Umgestaltung beginnt, lohnt sich ein Moment der Reflexion: Was darf bleiben, was geht? Vielleicht ist das alte Regal zu schade zum Entsorgen – mit einem neuen Anstrich wird es zum Hingucker. Ein Schreibtisch kann zum Nähtisch oder zur Werkbank werden.
Wer geschickt kombiniert, schafft es, Erinnerungsstücke zu bewahren, ohne dass der Raum nostalgisch wirkt. Ziel ist eine harmonische Verbindung von Vergangenheit und Zukunft. Auch persönliche Gegenstände wie Bilder oder Bücher können integriert werden – dezent und stilvoll.
Was soll hier künftig geschehen?
Die wichtigste Frage lautet: Welche Funktion soll der Raum künftig erfüllen? In einem Hobbyraum setzt man andere Prioritäten als in einem Gästezimmer oder einer kleinen Bibliothek. Wer malt, bastelt oder musiziert, braucht robuste Oberflächen, gute Beleuchtung und ausreichend Stauraum.
Ein Gästezimmer darf dagegen wohnlich und einladend wirken – mit einem bequemen Bett, warmen Farben und weichen Textilien. Auch für ein Homeoffice lohnt sich eine ruhige, strukturierte Gestaltung mit ergonomischem Mobiliar und klarer Zonierung.

Tipp:
Eine flexible Möblierung mit multifunktionalen Elementen – etwa ein ausziehbares Sofa oder ein klappbarer Tisch – schafft Spielraum für wechselnde Nutzungen.
Gestaltung beginnt unten und wirkt bis oben
Erst wenn die neue Funktion feststeht, kann die passende Atmosphäre geplant werden – und die beginnt beim Boden. Denn Böden prägen Räume stärker, als man denkt. Kinderzimmer sind meist mit einem pflegeleichten Designboden ausgestattet oder mit Teppichboden.
Passt das noch? Oder darf es jetzt etwas hochwertiger sein – beispielsweise ein Parkett? Besonders schön: geölte Eiche oder eine helle Holzart, die Licht reflektiert und Räume größer wirken lässt. Auch moderne Vinyl- oder Korkböden bieten Komfort und Stil.
Die Wände brauchen daneben einen neuen Anstrich. Naturtöne wie Sand, Salbei oder Terrakotta wirken ruhig und edel. Wer Mut hat, kann mit Akzentwänden spielen – eine dreidimensional wirkende Tapete hinter dem Sofa macht den Raum zu einem echten Hingucker.

Tipp:
Bei der Wahl der Farben lohnt es sich, den Tageslichteinfall zu beobachten. Nordzimmer profitieren von warmen Nuancen, während Südzimmer kühle, frische Töne vertragen. Auch textile Elemente wie Vorhänge, Teppiche und Kissen tragen zur neuen Raumwirkung bei.
Die Wohn-Profis unterstützen bei der Umgestaltung.
Wer aus einem Kinderzimmer einen neuen Lebensraum gestalten möchte, kann auf die Wohn-Profis zählen. Sie übernehmen die Planung und Umsetzung – etwa bei Bodenbelägen, Sicht- und Sonnenschutz sowie textiler Ausstattung – und sorgen dafür, dass der Raum funktional und stimmig auf die neue Nutzung abgestimmt ist.