Wohntyp – Alles in Balance lebt Lagom – das schwedische Maßhalten

Das Prinzip der Geradlinigkeit

Wer nach dem schwedischen Lagom-Prinzip lebt, macht vieles richtig. Dieser Wohntyp betrachtet das Leben mit Gelassenheit und glaubt an die Kraft des Maßhaltens – an das „genau richtig“: nicht zu viel, nicht zu wenig.

Helles, minimalistisches Wohnzimmer mit beiger Couch und einer Person, die entspannt eine Tasse hält. Natürliche Materialien, warme Farben und modern-gemütliche Einrichtung.

Es geht um Balance – zwischen Arbeit und Freizeit, Aktivität und Ruhe, Nähe und Abstand. Lagom (ausgesprochen: „lahgomm“) beschreibt einen Lebensstil, der schlicht und zugleich tiefgründig ist.

Lagom ist kein Trend, sondern eine Haltung. Sie zeigt sich im Alltag, in Entscheidungen und besonders im Wohnen. Das Zuhause wird zur stillen Kraftquelle – funktional, harmonisch, unaufdringlich und doch voller Wärme.

Harmonie ohne Perfektion

Der Wohntyp – Alles in Balance ist ausgeglichen, besonnen und realistisch. Entscheidungen werden mit Ruhe und Bedacht getroffen. Nachhaltigkeit spielt eine zentrale Rolle, ebenso wie die Wertschätzung von Qualität über Quantität. Das Gespür für Harmonie ist fein, ohne dass Perfektion angestrebt wird.

In der Gegenwart dieses Wohntyps fühlt man sich wohl – weil keine Extreme gesucht werden, sondern Stabilität. Das Zuhause ist kein Ort der Inszenierung, sondern ein Raum, der atmet und mit dem Leben mitgeht. Es bietet Rückzug und Offenheit zugleich.

Natürlichkeit und Funktionalität im Einklang

Wie der Charakter des Bewohners sind auch die Materialien von Zurückhaltung und Natürlichkeit geprägt. Holz bildet die Basis – oft unbehandelt oder geölt, mit sichtbarer Maserung und Patina. Ergänzt wird es durch Textilien aus Leinen, Baumwolle oder Wolle, die sich angenehm anfühlen und langlebig sind.

Metall und Glas werden sparsam und funktional eingesetzt – als Akzente, nicht als Blickfang. Die Möbel sind zeitlos und robust: ein Esstisch aus Massivholz mit Gebrauchsspuren, ein Sofa mit abziehbarem Leinenbezug oder eine schlichte Stehlampe, die ihren Zweck erfüllt.

Auch die Textilien sind bewusst gewählt: grob gewebte Decken, weiche Wollteppiche, Kissen in gedeckten Farben. Nichts wirkt neu oder künstlich – alles fühlt sich vertraut und „richtig“ an.

Minimalistischer Essbereich mit hellem Holztisch, vier Stühlen, großen Fenstern und lichtdurchfluteten Gardinen. Neutrale Wandfarben und ruhige, moderne Wohnatmosphäre.
Detailaufnahme eines hellen Holztisches mit Keramikschale, gefaltetem grauen Tuch und beigefarbenem Kissen. Fokus auf natürliche Materialien, Texturen und warme Wohnästhetik.

Farben, Licht und Atmosphäre

Lagom liebt neutrale, erdverbundene Farbtöne. Weiß, Grau und Beige bilden die Basis, ergänzt durch warme Naturfarben wie Taupe, Sand oder ein sanftes Salbeigrün. Akzente werden gezielt gesetzt – etwa mit einem dunkelblauen Überwurf, einem grafischen Kissen oder einem Farn auf der Fensterbank.

Zu starke Kontraste oder grelle Muster sucht man hier vergeblich. Geradlinigkeit ist das Prinzip: Möbel haben klare Formen, nichts ist verspielt oder überladen. Offene Regale bieten Platz für das Wesentliche, ohne Unruhe zu erzeugen.

Großzügige Fenster lassen viel Tageslicht herein – denn Licht steht in Schweden für Lebensfreude und Weite. Es schafft Verbindung zur Natur und hebt die Stimmung. In Lagom-Räumen wird Licht nicht nur genutzt, sondern zelebriert.

Die Wohn-Profis als Partner für Balance

Wer Lagom lebt, sucht keine Massenware, sondern individuelle Lösungen. Die Wohn-Profis unterstützen diesen Wohntyp mit handwerklichem Können und gestalterischem Feingefühl.
Sie helfen dabei, ein Zuhause zu gestalten, das Lagom lebt: funktional, harmonisch, unaufdringlich und voller Wärme.

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